#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek

English below

Im Mai 2016 bin ich das erste Mal in Thessaloniki, in Griechenland überhaupt gewesen. Ich habe mich sofort zuhause gefühlt und alles, was an mir in Deutschland komisch war, war hier normal. Um das zu verifizieren war ich im Sommer noch einmal für drei Wochen da. Sehr schnell war klar, dass ich für einen längeren Zeitraum hier leben will. Ende Dezember bis Anfang April habe ich deswegen drei Monate in Thessaloniki verbracht und mit jedem Tag wurde es deutlicher, dass ich hier ein Zuhause gefunden habe und seit Herbst 2017 ganz in dieser Stadt, in diesem Land lebe. Die Frage von Freund*innen und Kolleg*innen "Bist du dir sicher dass du keine griechischen Vorfahren hast?" inspirieren mich zu den folgenden Texten.

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 37: Ich bekomme einen Anruf, dass ich für einen Job, den ich einmal wöchentlich gemacht habe, nicht mehr gebraucht werde. Kurz denke ich daran wie schade es ist und dass mir das Geld fehlen wird. Kurz. Dann denke ich: „Übermorgen hab ich also frei, dann kann ich ans Meer.“ - und das habe ich gemacht und kann es nun jeden Freitag tun.


#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 36: Der Mann, der meine WLAN endlich anschließen soll, ist für 13-15h angekündigt. Um 11 (während ich 9km mit dem Fahrrad entfernt beim Babysitten bin) ruft er an um zu sagen „Ich bin in einer halben Stunde da.“ „Ab 13:30 haben wir gestern gesagt“, antworte ich, denn ich wusste gestern schon, dass ich es nicht schaffen werde, da ich erst um 13h losradle. Aber da hier jeder die Rgeln über Zeitpunkte machen kann, nenne ich ihm die neue Zeit... später, ich bin bereits zurück in der Stadt, aber nicht Zuhause, ruft er mich an um zu sagen dass er da sei, ich aber nicht. „ich komme. Zwei Minuten.“ sage ich ohne zu Zögern. Fünfzehn Minuten später bin ich da und er kann endlich das WLAN in Betrieb nehmen.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 35: Wir gingen in meine neue Wohnung mit Malersachen, um dort in den kommenden Tagen mit dem Malen beginnen zu können. „lass uns die Straße hier überqueren“, sagte ich und begann bereits die Egnatia hinter einigen Bussen zu überqueren. „Neiiiiiin.“ sagte er, folgte mir jedoch - vielleicht nur um mein Leben zu retten?! Und dann standen wir in der Mitte dieser wirklich großen Straße, mussten ein Stück auf dem Mittelstreifen gehen, bevor wir auf der anderen Seite ankamen. „Du bist wirklich zu griechisch geworden.“ sagte er...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 34: Wo ich denn herkomme, hat sie gefragt... Es hat sie interessiert weil sie hörte dass ich keine Griechin bin, sie es aber liebte, wie ich es mir gemütlich gemacht hatte in ihrem neu eröffneten Café: Schuhe aus, Tablet, Bücher, Notizhefte um mich herum, für drei Stunden bleibend. Genau so hätte sie es sich vorgestellt als sie das Café eröffnet hat... In Deutschland habe ich mir immer Coffeeshops gesucht, in denen ich lange bleiben konnte ohne dass ich gedrängt wurde, schnell wieder zu gehen - oder noch etwas zu bestellen, hier bekomme ich gesagt „Du hast mein Herz geöffnet als ich dich da sitzen sah.“

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 33: Seit dem Tag vor Heiligabend habe ich kein WLAN. Es ist die schlechteste Zeit dafür, denn in den Tagen rund um Weihnachten liebe ich es, im Bett zu liegen und Filme zu sehen, lange emails zu schreiben und mit Freunden zu skypen. Also bin ich mit meinen beiden Telefonen und meinem Tablet in die Bar im Ergeschoss gegangen und habe sie nach ihrem WLAN Schlüssel gefragt. Sie haben ihn eingetippt, die Deutschen oben waren fassungslos, und Weihnachten war gerettet...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 32: Ich gehe in einen Laden um einen speziellen Stift zu kaufen. Ich schaffe es, mich verständlich zu machen, aber die Besitzerin schickt mich in einen anderen Laden. Ich weiß welche Straße und wo sie meint und gehe dorthin. Finde den Stift. Gehe einen Umweg zurück, um noch einmal in den ersten Laden zu gehen, mich für den Tipp zu bedanken und zu zeigen, was ich gemeint hatte. Interessiert schaut sie sich den Stift an, den ich in dem von ihr empfohlenen Laden gekauft habe und wir unterhalten uns kurz darüber, was ich damit machen möchte..

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 31: Gestern bin ich die Ermou Straße entlang geradelt, mit einem Rucksack und zwei Taschen voller Spenden über der Schulter. Zwischen den parkenden und fahrenden Autos zu fahren, bedeutet immer einen sehr schmalen Zwischenraum zu nutzen. Ich hatte nicht erwartet, dass ich mit den Taschen so breit sein würde und rumpelte ziemlich heftig gegen einen der Außenspiegel von den an der Ampel wartenden Autos. Meine Hand zur Entschuldigung erhoben, fuhr ich einfach weiter ohne zurückzuschauen.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 30: "Ich gehe schnell in den Supermarkt." - nach 1 1/2 Stunden kommt eine etwas irritierte Nachricht: "πού είσαι;" Ich antworte, dass ich gleich in den Supermarkt gehe und in 20 Minuten zurück sei... ich hatte einen Freund getroffen und geredet. Und noch einen. Und dann einen Kaffee mit meiner Bäckersfrau getrunken... und schwupps waren eineinhalb Stunden vorbei. "Du wirst immer griechischer!", sagte er, als ich dann endlich zurück kam.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 29: Ich bin mit einem Freund zum Kaffeetrinken verabredet. Es 11h am Morgen. "Willst du auch was zu essen?", fragt er, als wir in dem kleinen Café am Hafen stehen. "Nein, es ist noch zu früh zum Essen." - "Oh, hast du dich also schon den griechischen Frühstücksgewohnheiten angepasst?" - "Äh, nein, ich habe noch nie vor mittags frühstücken können." - "Du passt wirklich hierher!"

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 28: An meinem Rad ist vor zwei Wochen etwas abgebrochen. Ich habe es notdürftig mit Tesa geklebt. Seit mehr als zehn Tagen klappert es wie wild. Seit gestern ist es mit silbernem Gewebeband geflickt, ich bin stolz wie schön es ausschaut. Und wie preisgünstig im Vergleich zu einem neuen Ersatzteil.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 27: "Ist es Ok wenn wir einfach alle Teller mit Essen auf den Tisch stellen und dann picken wir beide von allem?" - "Du Griechin!"

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 26: Heute zum ersten Mal zusammen mit einem Freund auf dem Rad unterwegs gewesen: "Boah, das war ja jetzt eben ganz schön... also... mit dem Bus... wie du da mit dem Rad eben die Straße runtergefahren bist... bist du dir echt sicher, dass du Deutsche und nicht doch Griechin bist?... das war ja..."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 25: In meinen Workshops und Seminaren haben Teilnehmende oft anschließend gesagt "So viel wie heute habe ich schon lange nicht mehr gelacht." - fand ich immer komisch. Eine Kollegin, die ich heute kennen lernte, fragte mich irgendwann wo ich denn herkäme und sagte erstaunt "Echt, Deutsche?! Das hätte ich nicht gedacht, du lachst so viel."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 24: "Oh, schau, die Farben der Deutschlandflagge!" - "Meine Lieblingsfarbe war schon immer blau." 🇬🇷

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 23: Ein Freund hat sich einen neuen Pullover geleistet. Alle merken es und beglückwünschen ihn. Ich habe von einer Freundin T-shirts ihrer Kinder, aus denen sie herausgewachsen sind, bekommen. Alle beglückwünschen mich. Ich freue mich dass wir alle unsere jeweilige Kleidung kennen. Und feststellen wenn jemand einen dritten Pullover hat. Keiner hat viel, aber wir alle haben eine gute Wahrnehmung und Freude an Schönem - und keinen Neid dabei.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 20: Seit heute ist sich keine*r mehr sicher ob ich nicht doch Griechin bin... Eine Kollegin hat mich gefragt, ob ich am Abend noch einmal einen Workshop für sie übernehmen kann. Sie besorgt das Material, schickt mir noch Infos und alles scheint perfekt. Am Nachmittag finde ich das Material nicht, suche auch nicht allzu viel, hoffe aber dass es dort wo der Workshop stattfinden soll, liegt. Am Abend bin ich noch mit einer anderen Sache beschäftigt. Zehn Minuten zu spät gehe ich los, weiß nicht genau was ich machen werde, weiß nicht wo das Material ist und ob ich es noch finden werde - UND FINDE ES ÜBERHAUPT NICHT SCHLIMM...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 19: Ich bitte im Fahrradladen darum, nach meinen Bremsen zu sehen. Frage nicht ob es was kostet sondern halte ein Schwätzchen und bedanke mich. Ich gehe zum Friseur, ein Freund hatte mir seinen Friseur genannt und für mich telefonisch einen Termin vereinbart, und weiß, ich zahle nur fürs Schneiden - und lasse das Haare waschen und Föhnen zu. Ich gehe in ein Geschäft und lasse mich ausführlich beraten - ohne was zu kaufen. Ich kaufe in meiner Bäckerei einen Spinatkuchen und nehme dankbar die Süßigkeit als Geschenk dazu. Und ich? Ja, ich auch. Ich gebe was ich habe. Und wenn ich hundertmal pleite bin.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 18: "Ich gehe dann jetzt", sage ich - und bleibe einfach sitzen. Unterhalte mich noch hier. Sage nicht nein zum Kaffee. Treffe Freund*innen. Begegne neuen Menschen. Aus "Jetzt" kann leicht "zwei Stunden später" werden

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 17: "Wann geht dein Flug zurück?" - "Am 4.4., denn am 5.4. um 9h habe ich einen Termin." - "Und das ist wieder Griechisch: den letztmöglichen Termin wählen."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 16: Es ist Februar. Winter. Es sind 10 Grad (plus!). Ich sage auf griechisch mehrfach am Tag "Es ist kalt." Und antworte auf "Es ist kalt, gell?": "Ja, sehr sehr kalt." - und meine es auch genau so. Genau so wie meine griechischen Freund*innen, die Verkäufer*innen, der Kioskbesitzer, die Apothekerin, meine Bäckerin...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 15: Jede*r bringt mal was zu essen mit. Mal dies, mal das, mal weniger, mal mehr, mal nix. Zum Frühstück, am Nachmittag, am Abend. Wenn jeder gibt was er hat, dann werden alle satt... am Anfang haben sie noch zu mir gesagt "ich hab übrigens was von deinem Kolouri genommen." - inzwischen sagt keiner mehr was, sondern nimmt von mir und ich nehme auch von allen und wir haben immer genug und keiner sagt "du sollst doch nichts mitbringen" oder sorgt sich darum, zu kurz zu kommen wie es in Deutschland meist der Fall ist.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 14: Heute morgen bin ich zur Hauptverkehrszeit unterwegs gewesen. Auf einigen drei- bis vierspurigen Straßen. Vollkommen unbeeindruckt bin ich an Autos, Bussen, griechischen Motorradpolizisten vorbeigeradelt, habe mal Vorfahrt gegeben, bin mal einfach drauflosgefahren in der Zuversicht, dass die anderen ausweichen, habe "έλα!" gerufen und mich bedankt, habe gebremst und in die Pedale getreten... und bin übrigens heil angekommen.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 13: In den vergangenen Tagen bin ich zweimal mit meinem Rad an einer engen Stelle an einem geparkten Motorrad vorbeigegangen und habe, während einer Unterhaltung unaufmerksam, dabei die Alarmanlage ausgelöst. Wir haben unsere Gespräche nicht unterbrochen und sind unseres Weges gegangen...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 12: Ich bin zum Mittagessen bei einer Freundin, ihrer Mutter und Oma (und Kater!). Ich radle nach Hause mit drei Schüsseln Essen im Rucksack. Finde es normal.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 11: Ich erkläre der Kollegin dass ich den Inhalt der einen Schublade in die zweite dazugepackt habe und sie dann einfach geschlossen habe. Sie findet es gut und sagt "Ja. Alles was man morgen machen kann, lass uns morgen machen." Ich sage: "μεθαύριο!" Und schließe die Schublade erneut.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 10: Ein Freund fragt mich, wie ich das mache wenn ich mit jemandem zusammen einen Kaffee trinken oder etwas essen war. "Jeder legt das Geld auf den Tisch, das er in der Tasche hat so dass wir zusammen die Rechnung begleichen können." Er schaut mich wieder mit diesem BistDuSicherDassDuDeutscheUndNichtGriechinBistBlick an. Ich weiß schon... "deutsch bezahlen" heißt auf griechisch jedeR rechnet bis auf die letzte Kartoffel aus was er/sie gegessen hat...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 9: "Ich bin zu klein. Ich komm da nicht dran." - "Du bist nicht zu klein. Hier nicht! Schau, da steht ein Hocker. Den brauchen wir alle."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 8: Eine Freundin schaut wirklich anerkennend wie ich das nun mit meinen Schuhen und der Schuhbürste die ich mir kaufen wollte gelöst habe: ich war im Laden, habe eine Bürste gefunden, meine Schuhe damit gesäubert und sie wieder zurückgehängt. Das mache ich jetzt alle drei Wochen woanders.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 7: Im Container im Camp pfriemle ich ewig mit der Vorhangsstange rum, bin zu klein (also, in Griechenland normal groß!) und es haut nicht hin. Der Kollege fragt: "Verena, kommst du mit, die Kinder holen?" - ich drücke die Vorhangstange wieselflink der Kollegin in die Hand und sage "Gern." Alle lachen und abermals werde ich gefragt: "Bist du dir sicher, dass du nicht doch griechische Wurzeln hast?"

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 6: "Lass uns da hinten entlang laufen, dann ist es leichter für dich mit dem Fahrrad." - "Ach, ich kann es über die Absperrung heben." - "Du denkst wirklich griechisch."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 5: Wir besprechen was zu tun ist. Überlegen welche Farben wir wählen könnten... ich gehe erst einmal rüber und schaue ob was zu Essen da ist, der Kollege trinkt erstmal an seinem Raki... χαλαρά...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 4: In Thessaloniki gibt es drei Radwege. Insgesamt vielleicht 1,8km lang. Jeden Morgen auf dem Weg zum Bahnhof ist es mir möglich ca.300m davon (aufgeteilt auch zwei Wege) zu benutzen. Richtig deutsch ("Das ist ein Radweg, also halte dich daran!") kann ich reagieren, wenn dort Mülltonnen oder Motorräder geparkt sind. Extrem unentspannt schaue ich die gemeinen Menschen, die mir das antun dann sehr böse an oder klingle Fußgänger weg, die meinen Blick vollkommen irritiert erwidern...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 3: Es kommen hunderte Päckchen aus Deutschland. Alle ahnen was drin ist: Zahnpasta und Kuscheltiere. Vor allem Kuscheltiere. Eines ist fast offen. Ich schaue nicht heimlich und unauffällig, sondern ganz normal und sehr interessiert hinein, bevor ich es (übrigens bestätigt: Kuscheltier!) wieder schließe. Ein bisschen verlegen schaue ich dann doch als ich sehe, dass ich beobachtet wurde. Aber mein griechischer Kollege zwinkert mir nur zu und sagt: "Bist du sicher dass du keine Griechin bist?"

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 2: In meinem Outdoorladen bekam ich zur Auswahl ein ordentliches batteriebetriebenes Fahrradlicht für €25 oder zwei reflektierende Streifen für je 1€. Ich fand es selbstverständlich, dass ich diese günstige praktikable, vermeintlich unsicherere Alternative angeboten bekam und habe für 2€ zugegriffen...

In München sage ich gerne "Ich fahre nicht immer nach der StVO, aber immer rücksichtsvoll." Hier fahre ich immer dort, wo ich gerade am besten durchkomme, auf der Straße, dem Gehweg, gegen die Einbahnstraße. Hier fahre ich normal...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 1: Seit mehr als drei Wochen muss in meinem Bad etwas repariert werden. Es waren Feiertage und dann kam der Schnee mit jeder Menge geplatzter Leitungen in der Stadt. Ich könnte Druck machen und darauf bestehen dass jemand das repariert. Statt dessen habe ich ein ausgeklügeltes System von Tüchern vor und hinter der Toilette und dann auf der Heizung entwickelt - ein Provisorium mit dem ich gut lebe und auf das ich fast ein bisschen stolz bin...


In May 2016 I've been for the first time in Thessaloniki, in Greece in general. I felt immediately at home and with everything I did not fit in Germany, I did in Greece. To verify that feeling, I went back in summer for three weeks. Very early I knew that I would like to live here for a longer period. That's why I spend three months, end of december to begin of april, in Thessaloniki and with every day I knew more that I will move in this city, this country. From autumn 2017 on I am living here. The question of friends "Are you sure you don't have greek forefathers?" inspired me to write the following textes.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 37: I got a phone call, that I am not anymore needed at the job I did once the week. After a short thinking that I will miss it and Also the money, I think: „Greeat! So I will be free the day after tomorrow, and I can go to the beach!“ - and that‘s what I did and what I enjoyed and what I can do now every Friday.


#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 36: The guy who has to come for my wifi is sopposed to come between 13-17h. At 11 (while I am babysitting a 9km - bike ride away) he calls me and says: „In half an hour I will be there.“ „At 13:30, we said yesterday.“ I answered, because I know that I will start here at 1 and I will need the time and everyone here can make the rules about time... later, I am already around the corner, but not at home, he called me to say that he arrived. Without thinking any second I said „I come. Two minutes.“ Fifteen minutes later I am at home and we could finish finally my wifi account.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 35: We were walking to my new apartment with painting stuff to paint it the next days. „Let‘s cross here the street“, I said and quickly started to cross Egnatia behind some busses. „Noooo.“, he said, but followed me - maybe to save my life?! So we stood in the middle of that big street, and had to walk a bit on the middle line, before we arroved on the other side. „You really became too Greek.“ he said...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 34: Where are you from, she asked… She was interested in that because she could listen that I am not Greek, but she liked it how I made myself confortable in her new café: shoes off, tablet, books, notebooks around me, staying three hours. Excactly that was her idea when she opened the café, she said… In Germany I was always looking for coffeeshops, where I could stay without beeing pushed to leave – or to order something else... here I am told „You opened my heart when I saw you sitting there.“ 

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 33: Since the day before Paramoni I did not have wifi. It‘s the worst time of the year, because the days around Christmas I love to stay in bed with movies, writing long emails, skyping with friends. So I went to the bar downstairs with my two phones and my tablet and asked them for their wifi code. The Germans upstairs couldn’t believe what I did. But the guys from the bar just put the code in my devices, I said Χρόνια Πολλά and Christmas was saved...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 32: I went in a shop for buying a special pen. I managed it to make myself understood, but the lady has to send me to another shop. I knew which street and where she meant and went there. Found the pen. Took the longer way home and went back to the first shop to say thanks and to show her what I meant. Interested she looked at the pen I bought in the shop she recommanded and we have a short chat about my plans with it...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 31: Yesterday I was cycling along Ermou Street with a bagpack and two bags full of donations over my shoulder. Cycling between the parking and the driving cars means always using a very small gap. I did not expect how wide I've been with the bags and rumbled roughly against a side-mirror of a car. Lifting my hand as an excuse I continued my way without looking back...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 30: "I am just going to the supermarket." - after almost 1 1/2 hours I got a message: "πού είσαι;" I reply: I am going right niw to the supermarket and will be back in 20 minutes... I had met a friend and we have talked a bit. And then another friend. And then I have had a coffe with the woman in the bakery... and whoosh... oneandhalf an hour later... "you are getting more and more greek!", he said when I arrived finally.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No.29: I met a friend for a coffee. It's 11 in the morning. "You also wanna eat something?", he asks me when we ordered coffee in the little café at the harbour. "No, it is too early to eat something." - "Oh, so it means, you adapted the greek habits?" - "Well, no... I never had breakfast before lunchtime." - "You really fit into Greece!"

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 28: Two weeks ago something broke at my bike. I patched it up, but since ten days it rattles hardly. Since yesterday it is patched with a silver textile tape, I am proud how beautiful it looks like. And how cheap, compared to a replacement.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 27: "Is it Ok, if we put all the plates with the food on the table and then both pf us just pick something from all of them?" - "You are Greek!"

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 26: Today for the first time cycling together with a friend: "Wow, this has been... well.. with the bus... how you drove down the road... are you really sure you are German and not Greek?... this was...."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 25: In my workshops and seminars, partipicants said very often: "I did not laugh so much like today for a long time." - I always found that rather odd. A collegue that I met today, asked me after a short time, where I am from and said amazed: "Really? You are German? I never would have thought that, you laugh so much."

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 24: "Oh, look! The colours of the German flag!" - "My favourite colour was always blue." 🇬🇷

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 23: A friend afforded a new shirt. Everybody realizes it and everybody complimented him. I got some T-shirts from a friend, their children are grow out of them. Everybody complimented me. I am pleased that we know each other's wardrobe. And take notice of the third sweater anybody has. Nobody has much, but all of us we have a good perception and joy of beautiful things - without envy.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 22: In Germany the people feel so safe because they have a fix job, a house, a car and insurrances. Most of the Germans found it a bit strange that I don't have none of that and I don't strive to it. Here, nothing is safe, and all of us we know, and it makes us more fragile. But I am not strange.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 21: I am on my way to work. Can see at the left hand the sea and Mount Olympus looks so beautiful and is clearer than ever. I turn right and cycle and walk up in the Old town to sit barefoot in the sun and enjoy the view. I come a little late but bright and happy.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 20: since today, nobody knows anymore if I am rather Greek... a collegue asked me, if I could do her workshop in the evening. She would organize the things I would need, will send me some informations and eberything seems to be perfect. Later I don't find the things, don't look too much after it, but I hope to find it at the place where we will have the workshop. In the evening I am busy with another project, so I leave ten minutes too late, don't know what exactly I will do, don't know where the materials I would need are - AND I DON'T FIND IT TOO BAD...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 19: I ask in a bike shop to check on my brakes. Don't ask what it costs, but have a little chat, say thanks and go away. I go to the haircutter, a friend recomment me his own hairsalon, made an apointment for me, and I know, I will pay only for the cutting - but I enjoy the hairwash and -dry also. I go in a shop, receive detailed advice - but do not buy anything. I buy a spinach pie in my bakery and take thankfully the sweets I got for free. And me? Yes, me too. I give whatever I have. Even when I am one hundred times out of pocket.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 18: "I am going now", I say - and stay where I am. Have a little chat. Don’t say no to a coffee. Meet friends. Meet new people. „Now“ can be very quick „two hours later“.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 17: "When will your flight back to Munich go?"- "4th of April, the next day at 9h in the morning I will have an apointment, that’s why I have to be back" - "And that's Greek again: choosing the last date which is possible."


#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 16: It s february. Winter. Ten degrees (plus!). I say often during the day (in Greek) „It is cold.“ And answer when somebody says „It’s cold, isn’t it?!“: „Yes, very cold.“ – and I mean it exactly like I say it. Just as my greek friends, the cashier, the man at the περιπτερο, the woman in the pharmacy, the bakery...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 15: Everyone brings something to eat. This or that, more or less or nothing. For breakfast, in the afternoon, for dinner. At the beginning they said to me „by the way, I took something from your κολουρι.“ – meanwhile nobody says anything, but takes and I also take and we always have enough and nobody says „don’t bring something“ or is afraid not to get enough like it is mostly in Germany.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 14: This morning I cycled during peak-time. On three- and four-lane streets. Completely unimpressed I cycled along cars, busses and greek motorcycle police officers, gave priority, just drove-off in the confidence, the others will avoid a collision, shouted „έλα!“, have thanked, braked, pedaled along... and, by the way, arrived undamaged.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 13: During the last days I came two times along with my bike at a narrow section where a motorcycle parked. Both times, during a conversation inattended, I triggered the alarm system. We did not stop our conversation and went further...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 12: I am for lunch at a friend’s house with her mother and grandmother (and cat!). I’m cycling home with a backpack full of bowls with dishes. I think it is natural.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 11: I explain to the collegue that I took the contents of the drawer, put it on in the second and closed it then  very quickly. She likes what I did and says: „Yes. Everything you could do tomorrow, let’s do it tomorrow.“ I say: „μαθαύριο!” And close the drawer again.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 10: A friend asks me, how I am doing when I go out to have a coffee or in a restaurant. „Everybody takes the money he has, so we can pay together the bill.“ He looks again at me with that „AreYouSureThatYouAreGermanAndNotGreekView. I know already... „paying German“ means in Greek, everybody’s calculating until the last potatoe what he or she had...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 9: „I am too  small. I can’t reach that above.“ – „You are not too small. Not here. Look, there’s a stool. Everyone needs it here.”

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 8: A friend looks at me with appreciation how I solved the problem with my shoes and the shoe-brush, that I wanted to buy: I was in a shop, found a brush, brushed my shoes and put it back. Will do that from now on every three weeks in another shop.

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 7: In our container in the camp I tinker around with the curtain rod. It doesn’t work at all. The colleague asks me: „Verena, you wanna come with me to pick up the children?“ – I hand over briskly the curtain rod to another colleague and say: „with pleasure.“ Everybody laughts and again they ask me: „Are you sure you don’t have greek roots?“

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 6: „Let’s walk along there, then it’s more eays for you with the bike.“ – „Well, I can lift it up over the fence.“ – „You really think Greek.“

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 5: We discuss what we have to do. Think about the colours we could choose... but first I go in the kitchen, looking for something to eat. The colleague drinks his raki... χαλαρά...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 4: In Thessaloniki exist three bike lines. All included maybe 1,8km long. Every morning on the way to the station I am able to use about 300 m of it (split into two parts). Absolutely German („This is my bike line, so comply with it!“) I can react, when there are  bins or motorcycles parked. Completely unrelaxed I look at the mad people who put on me that bad situation or ring my bell and see the pedestrians looking at me very confused...

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 3: Hundreds of boxes arrive from Germany. Everybody suspects what will be inside: toothpaste and teddybears. Above all teddybears. One of the boxes is almost open. Not hidden or secret, but very normal and interested I look in that box before I close it again (by the way: teddybear!). A little bit embarrased I look then at leased when I realize that I was beeing watched. But my Greek collegue gives me a  conspiratorial wink and says: „Are you sure you are not Greek?“

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 2: In my favourite Outdoor store they showed me two options: a regular battery-powered bicycle light for €25 or two reflective strips at a cost of €1 each. I found it perfectly natural that they offered me the cheaper and practicable, supposedly unsecure alternative and took them for €2…

In Munich I like to say „I do not always cycle under  traffic regulations, but always considerately. Here I cycle always there, where I can manage the traffic the best way, in the streets, on the pavement, the wrong way down a one-way street. Here I drive normal…

 

#AreYouSureYouAreGermanAndNotGreek No 1: Since more than three weeks in my bathroom has to be repaired something. We had holidays and then there was the snow with many burst water-pipes in the city. I could put pressure and insist that it should be fixed. Instead of that I developed a sophisticated system with towels in front of and behind the toilet and then on the heating to dry them – a temporary measure of which I am almost proud...