Seminare zur Theaterarbeit mit Menschen mit Behinderung

Workshops

Theater ist eine Form, mit der gestaltet werden kann. In der man aktiv in Rollen gerät, in denen man etwas ausdrücken kann, was mit Worten sonst vielleicht nicht gelingt.

Gerade Menschen mit geistigen und Mehrfach-Behinderungen können hier einen Ausdruck finden.

Theater eignet sich daher für die Vermittlung von Themen auf Tagungen (mehrdtündiger Workshop), thematischen Veranstaltungen oder als Vorbereitung für konkrete Situationen (Halbtages- / Tagesworkshop).

 

Praxisseminare

Aller Inklusion zum Trotz ist es noch immer eine weit verbreitete Frage „Was kann man denn überhaupt mit Menschen mit  geistiger Behinderung im Theater machen?“. Oftmals greifen Mitarbeitende von Einrichtungen für behinderte Menschen zu Schwarzlicht, Masken oder ähnlichem.

Im Laufe der langjährigen Erfahrung in inklusiven Theaterprojekten bzw. in Theatergruppen mit geistig behinderten Darstellenden habe ich meine Überzeugung immer wieder  bestätigt gesehen: Es ist von den Übungen und der Methodik selten anders als mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen. Man muss in der Didaktik etwas flexibler sein. Dieses zu besprechen und auszuprobieren, dafür kann dieses Praxisseminar dienen. Um wirklich an Praxis und Theorie zu arbeiten, findet dieses Seminar ab einem Tag statt.

 

Theater in der Erwachsenenbildung bei behinderten Menschen

Theaterarbeit ist eine Form von Bildungsarbeit. Bildung, verstanden als Ermöglichung eines bewussten Zugangs zur Kultur und ihren verschiedenen Ausdrucksformen, gibt den Menschen die Möglichkeit, ein möglichst breites Verständnis von der Welt und die eigene Position darin zu entwickeln. Daraus ergibt sich der Anspruch zur Fähigkeit von selbstbestimmtem Handeln und gesellschaftlicher Mitbestimmung.

Bildung darf nicht nur verstanden werden als Anhäufung von Wissen, als Fähigkeit der Kulturtechniken, Qualifikation und Ausbildung, wie es heute oft verstanden wird, sondern Bildung bezieht sich auf den Menschen selbst und grenzt sich dadurch von Förderung oder Erziehung ab: Bildung bringt der Einzelne selbst hervor und ist als Fähigkeit ein Wesensmerkmal des Menschen, bei dem es sich zudem um einen nie abgeschlossenen lebensbegleitenden Prozess handelt. Dies gilt für behinderte Menschen ebenso wie für nichtbehinderte Menschen.

Wie sich Bildung individuell und in ihrer konkreten inhaltlichen und formalen Ausgestaltung darstellt, ist abhängig von soziokulturellen Zusammenhängen, die in der Begleitung von Bildung berücksichtigt werden müssen. Behinderte Menschen in Bildungsprozessen zu begleiten, ihnen über das Theater eine Möglichkeit der Selbstbildung zu ermöglichen, soll in diesem Seminar (ein-/zweitätig) erörtert werden.